
Foto: Emtec
So langsam setzen sich die Blu-ray-Player und -Brenner durch, obwohl die Anschaffungskosten immer noch deutlich über denen normaler DVD-Player und -Brenner liegen. Auch bei den Blu-ray-Rohlingen gibt es inzwischen deutlich mehr Auswahl als noch vor einem Jahr. Grund genug für Computerbild, in einem aufwendigen Test 16 Blu-ray-R0hlinge verschiedenen Belastungstests zu unterwerfen, davon zwölf normale BD-R und vier BD-R DL-Rohlinge, also Double Layer Blu-rays. Jeder Single-Layer-Blu-ray-Rohling kann mit bis zu 25 GB Daten beschrieben werden, die Double-Layer-Rohlinge entsprechend mit bis zu 50 GB.
Eines vorweg: Nicht nur die Preise bei Blu-ray-Brennern sind derzeit noch höher als der für DVD-Brenner, auch für Rohlinge muss noch deutlich mehr investiert werden. So kosten die getesteten BD-R Rohlinge von 4,99 € bis 10,99 €, für die DL-Variante mit doppelter Speicherkapazität werden mindestens 17,50 € bis zu 25,99 € fällig. Natürlich muss die höhere Speicherkapazität eines Blu-ray Rohlings gegenüber einer DVD berücksichtigt werden, aber selbst beim Preis pro GB sind die Blu-ray Scheiben deutlich teurer. Die billigste BD-R kommt da auf rund 20 Cent/GB, die billigste BD-R DL auf 35 Cent/GB. Billige DVD-Rohlinge bieten 1 GB Speicherkapazität schon ab rund 5 Cent.
Computerbild hat alle 16 Blu-ray Rohlinge einem aufwendigen Test unterworfen. Die Discs wurden von fünf verschiedenen Blu-ray-Brennern gebrannt und anschließend auf Datenfehler untersucht. Außerdem wurde untersucht, inwieweit die interne Fehlerkorrektur solche Datenfehler z.B. beim Abspielen eines Films wieder ausgeglichen hat.
Dabei konnte Computerbild nachweisen, dass die Double Layer BD-Rs deutlich mehr Schreibfehler verursachen als die Single-Layer-Blu-rays. Daher gab es auch für den am besten gewerteten BD-R DL-Rohling, den Panasonic LM-BR50MDE nur ein “Ausreichend”. Er bot mit 6-facher Brenngeschwindigkeit aber die schnellste Möglichkeit, 50 GB zu beschreiben, produzierte dabei allerdings auch etwas mehr Fehler. Gute Noten bekam er für Robustheit, wobei er sich vor allem beim Lichttest als besonders beständig gegenüber direkter Sonneneinstrahlung zeigte. Mit 25,99 € war der Panasonic-Rohling allerdings auch der teuerste im Testfeld. Mit nur 17,50 wurde deshalb der Verbatim BD-R DL 50 GB zumindest Preis-Leistungs-Sieger. Alle Double-Layer-Blu-rays erzeugten im Test übrigens mit fast allen Brennern unkorrigierbare Datenfehler. Angesichts des hohen Preises kann wohl noch keine Kaufempfehlung ausgesprochen werden.
Besser sieht es bei den zwölf Single-Layer-Blu-ray Discs aus. Testsieger Emtec BD-R 25 GB 2x erzeugte keine unkorrigierbaren Fehler, zeigte sich recht robust, allerdings nur wenig kratzbeständig und blieb bei den Schreibfehlern im Rahmen des Erlaubten. Das reichte insgesamt für ein “Befriedigend”, und mit 6,99 € wertete Computerbild den Rohling noch als preiswert. Preis-Leistungs-Sieger wurde der einzige günstige Blu-ray-Rohling im Test, der MediaRange BD-R 25 GB 2x mit 4,99€. Dafür muss man allerdings deutlich mehr Schreibfehler hinnehmen. Bei der Robustheit konnte der Rohling von MediaRange hingegen sogar den Testsieger von Emtec schlagen. Eine Abwertung gab es allerdings, weil der MediaRange Blu-ray-Rohling mit einem Brenner, dem Plextor PXB920SA, nicht beschreibbar war.
Der vollständige Test mit 48 DVD-Rohlingen und 16 Blu-ray Rohlingen samt ausführlichen Testtabellen ist in der aktuellen Computerbild, Heft 7/2009, abgedruckt.
