
Foto: Fujitsu-Siemens
Immer beliebter werden Notebooks als Ersatz für einen kompletten PC. Die Industrie nennt diese Produktsparte deshalb ganz passend Desktop Replacement Notebook. DTRs oder auch Desknotes zeichnen sich durch hohe Leistung und großes Display aus, schließlich sollen sie einen normalen Rechner verdrängen. Das geht allerdings auf Kosten der Mobilität. DTRs sind im Allgemeinen recht schwer und auch die Akkulaufzeiten sind meistens jenseits von Gut und Böse. Mobiler als ein PC sind sie aber natürlich trotzdem noch. Insbesondere wer bisher öfters mal mit PC-System z.B. zur LAN-Party ging, kann kann sich mit einem Gaming-tauglichen Notebook viel Schlepperei sparen. Chip hat in der neuesten Ausgabe 12 Desktop-Replacement-Notebooks getestet.
Glücklicher Testsieger wurde das Notebook Asus M70Vm-7UO47C mit 87,8 Punkten, was “Sehr Gut” entspricht. Mit einem 17 Zoll großen Display wurde für ein DTR ein eher kleines Format gewählt. Kern des Systems sind ein Intel Core 2 Duo T9400 und eine GeForce 9600 GS. 640 GB bietet die Festplatte, hinzu kommen 4 GB RAM. Das Blu-ray-Kombolaufwerk weist das Asus Notebook als Multimedia-Spezialisten aus.
Mit 87,4 Punkten folgt das Fujitsu-Siemens Amilo Xi 3650 sehr dicht, obwohl sich diese nur 0,4 Punkte schlechtere Wertung bei Chip nur noch in ein “Gut” umrechnet. Es bietet mit 18,4 Zoll ein größeres Display, denselben Prozessor, denselben Grafikchip, genauso viel RAM und ebenfalls ein Blu-ray-Kombolaufwerk. Mit 1 Terabyte hat das Amilo Pi eine größere Festplatte und hat in den beiden Benchmarks PC Mark Vantage und 3DMark 06 besser abgeschnitten. Zudem war es im Test leiser als der Testsieger, sodass nicht ganz klar wird, was das Asus M70Vm-7U047C dem Fujitsu-Siemens Amilo Xi 3650 eigentlich voraus hat, wenn man mal vom etwas niedrigeren Preis absieht.
Der ist für beide DTR-Notebooks beträchtlich. Testsieger Asus M70Vm-7U047C schlägt mit 1550 Euro zu Buche, das Fujitsu-Siemens Amilo Xi 3650 liegt mit 1700 Euro sogar noch 150 Euro darüber. Wie der Chip-Test zeigt, macht der hohe Preis aber durchaus Sinn. Auf den vorderen Plätzen tummeln sich die Hochpreis-Notebooks, Asus’ Testsieger ist hier noch das günstigste DTR-System, hinten kommen die billigeren Notebooks. Das billigste Desktop-Replacement-Notebook des Tests, das Toshiba Satellite L350-175 für 590 Euro, landet folgerichtig auf dem letzten Platz. Es bietet immerhin noch einen Core 2 Duo T3200, 2 GB RAM, einen DL-DVD-Brenner und 250 GB Festplatte. Das Toshiba Satellite zeigt aber auch den Übergang zu normalen Notebooks. Von allen Notebooks im Test war das Toshiba Satellite L350-175 das leichteste und bot mit bis zu 3 Stunden die längste Akkulaufzeit.
Der vollständige Test DTR-Notebooks mit allen Testergebnissen ist in der aktuellen CHIP, Heft 04/2009, nachzulesen.
